Regionen in China

China ist ein Land mit einer großen Vielfalt von religiösen Überzeugungen. Die wichtigsten Religionen sind Konfuzianismus, Buddhismus, Taoismus, Islam und Katholizismus. Die Bürger von China können ihre religiösen Überzeugungen frei wählen und ihre religiöse Zugehörigkeit völlig frei ausdrücken. Nach unvollständigen Statistiken gibt es über 100 Millionen Anhänger verschiedener religiöser Bekenntnisse, mehr als 85.000 Stätten für religiöse Aktivitäten, rund 300.000 Geistliche und mehr als 3.000 religiöse Organisationen in ganz China. Darüber hinaus gibt es 74 religiöse Schulen und Hochschulen, welche von religiösen Organisationen betrieben werden.

Konfuzianismus

Konfuzianismus ist die größte Religion in China mit den meisten Gläubigen und ist auch einer der weltweit ideologischen Wahrnehmungen. Niemand kann seine Bedeutung in Bezug auf Chinas Verherrlichung und Größe in allen Aspekten verleugnen. Konfuzianismus ist jedoch genau gesagt keine Religion, sondern übertrifft die Bedeutung und den Einfluss aller Religionen in China. Generell gesprochen ist Konfuzianismus eine soziale oder menschliche Philosophie für die Harmonisierung von Mensch zu Mensch und von Menschen zur Natur! Der Wert der friedlichen Koexistenz zwischen Mensch und Natur wird in diesem philosophischen System deutlich gezeigt.

Buddhismus

Buddhismus wurde im ersten Jahrhundert n. Chr. in China eingeführt. Seit dem vierten Jahrhundert n. Chr. wurde dieser Glaube dann weiter verbreitet und wurde allmählich die einflussreichste Religion in China. Der Buddhismus in China wird in drei Zweige aufgeteilt, nämlich, chinesischer Buddhismus, tibetischer Buddhismus und Pali-Buddhismus und es gibt etwa 200.000 buddhistische Mönche und Nonnen unter diesen drei Zweigen. Derzeit gibt es mehr als 13.000 buddhistische Tempel, welche für die Öffentlichkeit zugänglich sind, 33 buddhistische Hochschulen und fast 50 Arten von buddhistischen Publikationen in China.

Taoismus

Taoismus ist eine typisch traditionelle Religion in China mit einer Geschichte von mehr als 1800 Jahren. Taoismus vertritt die Verehrung der Ahnen und natürlichen Objekte, was seit jeher praktiziert wurde und hatte verschiedene Gruppierungen in der Geschichte. Später entwickelte sich der Taoismus zu zwei großen Fraktionen, nämlich Quanzhen und Zhengyi Taoismus, die beide ziemlich einflussreich unter den Han-Chinesen waren. Es ist schwierig, die genaue Zahl der taoistischen Gläubigen zu berechnen, weil es keine formellen Zeremonien oder bestimmte Vorschriften über die Aufnahme zum Taoismus gibt. Aber es gibt derzeit mehr als 15.000 taoistische Tempel in China mit über 25.000 männlichen und weiblichen Taoisten.

Andere Religionen

Andere Arten von Religionen mit wachsender Popularität in China sind der Islam (geschätzte 15 Millionen Anhänger) und das Christentum (geschätzte 10 Millionen Anhänger). Christen stehen unter großer Verfolgung in China, sodass diese geschätzte Zahl höher oder niedriger sein kann, weil aus Furcht vor Verfolgung die meisten Menschen sich nicht offiziell zu dieser Religion bekennen. Die islamische Religion wurde nach China durch arabische Händler während der Tang-Dynastie im 7. Jahrhundert gebracht. Das Christentum hingegen wurde in China von Missionaren aus Peru im 7. Jahrhundert eingeführt.

Eine Gemeinsamkeit, welche alle großen chinesischen Religionen gemeinsam haben, ist die Tatsache, dass alle Religionen auf dem Glauben basieren, dass nicht nur ein “Wesen” das Universum geschaffen hat, sondern dass es viele Götter und höhere Mächte gibt, welche diese Aufgabe erfüllt haben. Eine weitere grundlegende Überzeugung, die immer noch in China überwiegt, ist die Tatsache, dass Vorfahren verehrt werden und viele Feste und Rituale darauf basieren, den Vorfahren zu Helfen ihr Leben nach dem Tod zu genießen. Die Religion ist ein sehr wichtiger Teil im Leben eines Chinesen, egal welche Religion er praktiziert. Es ist inspirierend zu sehen, wie so viele Legenden und Glauben im Laufe der Jahrhunderte weitergegeben wurden und dass die Chinesen sich noch immer so sehr zu ihrer Religion verpflichten, wie vor langer Zeit schon.